Demag Cranes entwickelt Anwendung des batterie-elektrischen Antriebs in einem Partnerkonsortium weiter

Düsseldorf,   08. November 2010

  • Neuer Test von zwei batteriebetriebenen Containertransportern unter realen Einsatzbedingungen
  • Integration einer vollautomatisierten Batteriewechselstation
  • Nachhaltige Umweltentlastung und Kostensenkung durch „grüne Technologie“

Die Demag Cranes AG beteiligt sich über ihre Tochtergesellschaft Gottwald Port Technology GmbH zusammen mit ihrem Kunden, der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) , dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu) an einem Konsortium zur weiteren Erforschung des batterie-elektrischen Antriebsstrangs für automatisierte Containertransportfahrzeuge (AGV). Das Pilotprojekt wird auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder umgesetzt..In der Klimaschutzstrategie von HHLA spielen innovative und energieeffiziente Antriebe für den Hafenumschlag eine wichtige Rolle. Mehr als die Hälfte der umschlagbedingten Treibhausgasemissionen entstehen aktuell durch die Verbrennung von Diesel. Der HHLA Container Terminal Altenwerder gilt bereits jetzt wegen seines hohen Automatisierungsgrads als einer der modernsten und emissionsärmsten Terminals der Welt.

Neuer Testlauf mit vollautomatisierter Batteriewechsel und -ladestation

Das Konsortium hat bereits die Förderzusage für ein Verbundprojekt zur Elektromobilität im Wirtschaftsverkehr vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erhalten. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht in der weiteren Entwicklung und Erprobung eines batterie-elektrischen Antriebstrangs für AGVs inklusive einer vollautomatisierten Batteriewechsel- und Ladestation. Ausschlaggebend für das Folgeprojekt war die erfolgreiche Testphase eines ersten Prototyps im Flotteneinsatz bei der HHLA in Altenwerder. Auf Basis der Erfahrungswerte der ersten Testphase werden nun zwei batteriebetriebene AGVs gebaut und im nächsten Jahr mehrere Monate lang auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder unter realen Betriebsbedingungen erprobt.

Rund-um-die-Uhr–Einsatz erfordert hohe Batterieverfügbarkeit

Während der Betrieb im Container-Terminal die jederzeitige Verfügbarkeit der Transportfahrzeuge erfordert, müssen die Batterien trotz ihrer möglichen langen Einsatzzeit von bis zu zwölf Stunden gewechselt werden. Lange Stillstandzeiten, bedingt durch das Laden der Batterien, können allerdings nicht akzeptiert werden. Folglich stellt der Betrieb des Batterie-AGV besondere Anforderungen an den Batteriewechsel, die mit herkömmlichen Batteriewechselstationen nicht erfüllt werden können. Aus diesem Grund wird im Verbundprojekt eine völlig neuartige, vollautomatisierte Batteriewechselstation entwickelt und gebaut.

‚Grüne Technologie’ entlastet Umwelt und senkt Kosten nachhaltig

Sind beim Einsatz von Verbrennungsmotoren derzeit bestehende und künftig zu erwartende Abgasnormen zu erfüllen, handelt es sich beim Batterie-AGV um ein Fahrzeug ohne Abgasemission, das lokale Schadstoffemissionen einschließlich dem CO2-Ausstoß vollständig vermeidet. Zudem werden durch den Wegfall des Dieselmotors die Schallemissionen deutlich gesenkt.
Im Gegensatz zu alternativen Transportfahrzeugen mit Verbrennungsmotor kann das Batterie-AGV mit Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben werden, so dass auch die Gesamt-CO2-Bilanz bei Null liegt. Schon bei Nutzung von Energie aus dem aktuellen deutschen Strommix können beim Betrieb von batterie-elektrischen AGV bereits heute mehr als 30 Prozent CO2 eingespart werden.
Neben den ökologischen Vorteilen eröffnet das Batterie-AGV zudem größere Potenziale für weitere Kosteneinsparungen. „Den anfangs höheren Investitionen in Batteriewechselstation, Batterien und Ladegeräten stehen weitaus geringere Kosten für Energieverbrauch und Instandhaltung gegenüber“, sagt Thomas H. Hagen, Mitglied des Vorstands der Demag Cranes AG und verantwortlich für das operative Geschäft.

Aufgabenteilung im Konsortium

Demag Cranes koordiniert im Konsortium das Verbundprojekt und ist für Entwicklung und Aufbau von zwei Batterie AGV der Marke Gottwald sowie der Batteriewechselstation zuständig. HHLA begleitet die Entwicklungsarbeiten und integriert die neue Technologie in die bestehende AGV-Fahrzeugflotte. Das ika unterstützt die technische Auslegung des Antriebstrangs mit Hilfe eines detaillierten Simulationsmodells, das den gesamten batterie-elektrischen Antriebstrang einschließlich Batterie und relevanter Haupt- und Nebenaggregate abbildet. Darüber hinaus betreibt das ifeu projektbegleitend intensive Grundlagenforschung, um das Batterie-AGV insbesondere unter ökologischen Gesichtspunkten zu bewerten. Zudem werden Möglichkeiten untersucht, die Ladezeitpunkte intelligent zu steuern, um die Gesamtauslastung des Hafenstromnetzes zu glätten und die Nutzung regenerativer Energiequellen zu optimieren (z.B. bei einer Überkapazität von Windenergie).

Technologische Spitzenstellung Deutschlands festigen

Das Projekt ist Bestandteil der Fördermaßnahme ‚Flottenversuch Elektromobilität im Wirtschaftsverkehr’ und wird vom BMU im Rahmen des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung mit etwa 1,2 Mio. EUR unterstützt. Das Gesamtvolumen des bis Ende 2011 laufenden Projekts beträgt circa drei Mio. EUR. Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität ist es unter anderem, die technologische Spitzenstellung Deutschlands im Bereich der Elektromobilität zukünftig sicherzustellen.

Über die Demag Cranes AG

Die Demag Cranes AG ist einer der weltweit führenden Anbieter von Industriekranen und Krankomponenten, Hafenkranen und Technologien zur Hafenautomatisierung. Services, insbesondere Instandhaltung und Modernisierung, sind ein weiteres Kernelement des Leistungsspektrums. Der Konzern ist in die Geschäftssegmente Industriekrane, Hafentechnologie und Services gegliedert und verfügt mit Demag und Gottwald über starke und etablierte Marken. Demag Cranes sieht seine Kernkompetenz in der Entwicklung und Konstruktion technisch anspruchsvoller Krane und Hebezeuge sowie von automatisierten Transport- und Logistiksystemen in Häfen, der Erbringung von Serviceleistungen für diese Produkte und der Fertigung hochwertiger Komponenten.

Als globaler Anbieter produziert Demag Cranes in 16 Ländern auf fünf Kontinenten und betreibt über Tochtergesellschaften, Vertretungen und ein Joint Venture ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz mit Präsenz in mehr als 60 Ländern. Im Geschäftsjahr 2008/2009 erwirtschafteten 5.934 Mitarbeiter einen Umsatz von 1.047,6 Mio. EUR. Die Demag Cranes Aktie (WKN: DCAG01) ist seit Ende Juni 2006 im Prime Standard der Deutschen Börse an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und unter anderem im MDAX®-Aktienindex gelistet.

Demag Cranes. We Can Handle It.


 

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