Demag Cranes setzt geschäftliche Erholung im dritten Quartal 2009/2010 fort – Auftragslage deutlich verbessert

Düsseldorf,   10. August 2010

  • Aufwärtstrend beim Konzernauftragseingang hält an
  • Konzernumsatz erholt sich spürbar erst im Folgequartal aufgrund der Spätzyklizität des Geschäfts
  • Operatives Konzern-EBIT nach Absenkung der Kostenbasis deutlich erhöht
  • Ausblick Geschäftsjahresende: Auftragseingang positiver Indikator für Schlussquartal

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 hat sich das Geschäft der Demag Cranes AG weiter erholt. Dabei setzte sich der Aufwärtstrend im Hinblick auf die Auftragslage weiter fort. Sowohl im Vergleich zum Vorquartal (zweites Geschäftsquartal 2009/2010) als auch im Vergleich zum Vorjahresquartal (drittes Geschäftsquartal 2008/2009) verzeichnete der Konzern deutlich mehr Bestellungen. Der Konzernumsatz lag aufgrund des spätzyklischen Geschäftsverlaufs erwartungsgemäß unter den Werten des Vorquartals und des Vorjahresquartals. Aufgrund der verbesserten Kostenbasis infolge des Restrukturierungsprogramms stieg das operative Konzern-EBIT deutlich gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Vorstandsvorsitzende der Demag Cranes AG, Aloysius Rauen, betont: „Im dritten Geschäftsquartal konnten wir nun stärker von der weltweiten konjunkturellen Erholung profitieren und deutlich mehr Bestellungen verzeichnen. Darüber hinaus profitieren wir beim Ergebnis von den Kostensenkungseffekten der erfolgreichen Restrukturierung. Damit haben wir eine solide Basis für den weiteren Aufschwung unseres Geschäfts gelegt.“

Aufwärtstrend beim Konzernauftragseingang hält an

Im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 zeigte sich die Auftragslage deutlich erholt. Der Wert der eingegangenen Bestellungen stieg auf 242,9 Mio. EUR und lag damit um 39,6 Prozent über Vorjahresquartal (drittes Geschäftsquartal 2008/2009). Im Vergleich zum Vorquartal (zweites Geschäftsquartal 2009/2010) stiegen die Auftragseingänge um 12,6 Prozent. Hierzu trugen alle Segmente bei. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 erwirtschaftete der Demag Cranes Konzern Auftragseingänge im Wert von 643,1 Mio. EUR (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 655,6 Mio. EUR). Dank der guten Auftragsentwicklung im zweiten und dritten Geschäftsquartal ist die Abweichung zum Neunmonatszeitraum des Vorjahres nur noch marginal.

Im Segment Industriekrane konnte der Auftragseingang im dritten Geschäftsquartal mit einem Plus von 49,5 Prozent auf 113,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresquartal (75,8 Mio. EUR) kräftig zulegen. Auch der Wert des Vorquartals in Höhe von 93,9 Mio. EUR wurde nochmals übertroffen. In der kumulierten Betrachtung notierten die eingegangenen Bestellungen im Neunmonatszeitraum des laufenden Geschäftsjahres mit 293,8 Mio. EUR um 8,5 Prozent unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres.
Der Auftragsbestand im Segment Industriekrane lag zum 30. Juni 2010 bei 195,5 Mio. EUR (30. Juni 2009: 247,5 Mio. EUR). Gegenüber dem 31. März 2010 erhöhte sich der Auftragsbestand um 12,5 Prozent.

Auch im Segment Hafentechnologie setzte sich im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 das positive Bestellverhalten der Kunden fort. Der Auftragseingang lag mit 51,6 Mio. EUR sowohl über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals (33,3 Mio. EUR) als auch über dem Wert des Vorquartals (44,3 Mio. EUR). Die steigende Nachfrage nach Hafenmobilkranen setzte sich weiter fort. Einige Hafenbetreiber sehen schon wieder positive Zuwachsraten beim Containerumschlag und auch die Auslastung in den Häfen steigt wieder. Dennoch werden nach wie vor zunächst bestehende Umschlagkapazitäten wieder genutzt und erst danach Erweiterungsinvestitionen getätigt. Aus diesem Grund konnte das Segment Hafentechnologie auch im Berichtszeitraum kein Geschäft mit automatisierten Produkten realisieren. In den ersten neun Monaten lag der Wert der eingegangenen Bestellungen mit 126,4 Mio. EUR um 17,1 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert.
Der Auftragsbestand notierte per 30. Juni 2010 bei 82,8 Mio. EUR (30. Juni 2009: 83,9 Mio. EUR). Verglichen mit dem 31. März legte der Auftragsbestand um 36,9 Prozent zu.

Der Auftragseingang im Segment Services übertraf mit 78,0 Mio. EUR im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 den Wert des Vorjahresquartals (64,9 Mio. EUR) um 20,3 Prozent. Im Verhältnis zum Vorquartal (77,4 Mio. EUR) verbesserte sich die Auftragslage ebenfalls. Das Ersatzteilgeschäft zog in der Berichtsperiode infolge der steigenden Nutzung der Krananlagen durch die Kunden weiter an. Der Neunmonatswert der erwirtschafteten Aufträge betrug 223,0 Mio. EUR (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 226,8 Mio. EUR). Der Auftragsbestand im Segment Services belief sich zum 30. Juni 2010 auf 62,5 Mio. EUR (30. Juni 2009: 53,0 Mio. EUR).

Konzernumsatz erholt sich spürbar erst im Folgequartal aufgrund der Spätzyklizität des Geschäfts

Im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 reduzierten sich die Konzernumsatzerlöse verglichen mit dem Vorjahresquartal um 7,0 Prozent auf 205,1 Mio. EUR. Aufgrund der Spätzyklizität unseres Geschäfts profitieren wir von einem Aufschwung in der Regel mit einer Verzögerung von 6 bis 12 Monaten. Damit erklärt sich auch der im Vergleich zum Vorquartal um 9,8 Prozent geringere Umsatz. Im Hinblick auf Lieferzeiten und Fakturierungsbedingungen konnte sich die positive Entwicklung der Auftragseingänge erwartungsgemäß im Umsatz des Berichtsquartals noch nicht spürbar niederschlagen. Infolgedessen lag der Konzernumsatz im Neunmonatszeitraum mit 641,1 Mio. EUR ebenfalls unter dem vergleich¬baren Wert des Vorjahres (erstes bis drittes Quartal 2008/2009: 791,8 Mio. EUR).

Im Segment Industriekrane ging der Umsatz im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,2 Prozent und zum Vorquartal um 6,4 Prozent auf 101,3 Mio. EUR zurück. Dies ist vor allem auf den schwachen Auftragseingang beim umsatzstarken Geschäft mit Prozess- und Standardkranen im ersten und zweiten Geschäftsquartal zurückzuführen. Insbesondere das Anlagengeschäft ist diversen Schwankungen unterlegen. Im Neunmonatszeitraum generierte das Segment Industriekrane einen Umsatz von 316,0 Mio. EUR (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 420,5 Mio. EUR).

Der Umsatz im Segment Hafentechnologie lag im dritten Geschäftsquartal bei 29,6 Mio. EUR und notierte damit 16,0 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal sank der Umsatz um 36,0 Prozent. Die erzielten Umsatzerlöse resultierten im Wesentlichen aus dem Absatz unserer Hafenmobilkrane. Die sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich mit dem Vorquartal rückläufigen Umsätze erklären sich durch Umsatzverschiebungen in das vierte Geschäftsquartal 2009/2010. Einige Kundenverträge sehen eine Fakturierung erst mit Produktabnahme beim Kunden vor. Wie bereits bei der Auftragsentwicklung beschrieben, blieb im Berichtszeitraum das Geschäft mit unseren automatisierten Produkten faktisch vollständig aus. Im Neunmonatszeitraum belief sich der Umsatz im Segment Hafentechnologie auf 113,8 Mio. EUR und lag damit um 22,1 Prozent unter dem Vorjahreswert (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 146,1 Mio. EUR).

Im Segment Services stieg der Umsatz im Berichtszeitraum verglichen mit dem Vorjahresquartal um 12,7 Prozent auf 74,2 Mio. EUR. Erfreulich ist, dass die Nachfrage nach den umsatz- und margenstärkeren Ersatzteilen wieder ansteigt. Im Vergleich zum Vorquartal konnte der Umsatz um 1,7 Prozent zulegen. Bedingt durch die schwächere Entwicklung im ersten Geschäftsquartal 2009/2010 lagen die Umsätze im Neunmonatszeitraum mit 211,3 Mio. EUR noch 6,1 Prozent unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 225,2 Mio. EUR).

Operatives Konzern-EBIT nach Absenkung der Kostenbasis deutlich erhöht

Der Demag Cranes Konzern erwirtschaftete im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 ein operatives EBIT in Höhe von 10,0 Mio. EUR (drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 5,3 Mio. EUR). Die Steigerung um 87,4 Prozent ist insbesondere auf die verbesserte Kostenbasis als Folge des Restrukturierungsprogramms zurückzuführen. Gegenüber dem Vorquartal (10,5 Mio. EUR) beläuft sich das operative EBIT auf fast identischem Niveau. Im Vergleich zum Neunmonatszeitraum 2008/2009 reduzierte sich das operative Konzern-EBIT von 55,2 Mio. EUR auf 29,7 Mio. EUR.

Im Segment Industriekrane ging das operative EBIT im dritten Geschäftsquartal 2009/2010, verglichen mit dem Vorjahreswert von 3,0 Mio. EUR, auf -1,6 Mio. EUR zurück und lag damit auch nochmals unter dem Vorquartal (1,0 Mio. EUR). Ursächlich für den Rückgang war das niedrigere Umsatzvolumen. Das operative EBIT lag im Neunmonatszeitraum dieses Geschäftsjahres bei 1,3 Mio. EUR im Vergleich zu 25,6 Mio. EUR im Berichtszeitraum des Vorjahres.

Im Segment Hafentechnologie verbesserte sich das operative EBIT auf -0,8 Mio. EUR im dritten Geschäftsquartal 2009/2010 (Vorjahresquartal: -7,5 Mio. EUR). Im Verhältnis zum Vorquartal blieb das operative EBIT auf nahezu identischem Niveau bei deutlich niedrigerem Umsatz. Im Vorjahresvergleich machen sich beim operativen EBIT die positiven Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm bemerkbar. Im Neunmonatszeitraum verbesserte sich das operative EBIT auf -3,8 Mio. EUR (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: -10,3 Mio. EUR).

Das operative EBIT im Segment Services stieg im Berichtszeitraum um 35,8 Prozent auf 15,3 Mio. EUR (Vorjahresquartal: 11,3 Mio. EUR). Insbesondere das Ersatzteilgeschäft verzeichnete im dritten Geschäftsquartal überdurchschnittliche Zuwächse. Deshalb erhöhte sich die operative EBIT-Marge gegenüber dem Vorquartal wieder deutlich auf 20,6 Prozent. Das operative EBIT im Neunmonatszeitraum des Geschäftsjahres 2009/2010 betrug 39,9 Mio. EUR (erstes bis drittes Geschäftsquartal 2008/2009: 44,5 Mio. EUR). Der im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Wert ist auf die schwächere Entwicklung in den ersten beiden Geschäftsquartalen 2009/2010 zurückzuführen.

Ausblick Geschäftsjahresende: Auftragseingang positiver Indikator für Schlussquartal

Die Belebung beim Auftragseingang ist als ein positiver Indikator für ein gutes viertes Geschäftsquartal 2009/2010 zu werten. Der Vorstand erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2009/2010 einen Konzernumsatz in Höhe von rund 900 Mio. EUR und ein operatives EBIT in Höhe von 45 bis 50 Mio. EUR. Die Investitionen sollten das Volumen des vergangenen Jahres leicht übersteigen. Dies entspricht unseren bisherigen Aussagen zur Prognose für das Geschäftsjahr 2009/2010.
Generell wollen wir unser Unternehmen weiterhin konsequent auf Wachstum und eine höhere Effizienz ausrichten. Der Wachstumsfokus liegt dabei in den Auslandsmärkten.

Über die Demag Cranes AG

Die Demag Cranes AG ist einer der weltweit führenden Anbieter von Industriekranen und Krankomponenten, Hafenkranen und Technologien zur Hafenautomatisierung. Services, insbesondere Instandhaltung und Modernisierung, sind ein weiteres Kernelement des Leistungsspektrums. Der Konzern ist in die Geschäftssegmente Industriekrane, Hafentechnologie und Services gegliedert und verfügt mit Demag und Gottwald über starke und etablierte Marken. Demag Cranes sieht seine Kernkompetenz in der Entwicklung und Konstruktion technisch anspruchsvoller Krane und Hebezeuge sowie von automatisierten Transport- und Logistiksystemen in Häfen, der Erbringung von Serviceleistungen für diese Produkte und der Fertigung hochwertiger Komponenten.

Als globaler Anbieter produziert Demag Cranes in 16 Ländern auf fünf Kontinenten und betreibt über Tochtergesellschaften, Vertretungen und ein Joint Venture ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz mit Präsenz in mehr als 60 Ländern. Im Geschäftsjahr 2008/2009 erwirtschafteten 5.934 Mitarbeiter einen Umsatz von 1.047,6 Mio. EUR. Die Demag Cranes Aktie (WKN: DCAG01) ist seit Ende Juni 2006 im Prime Standard der Deutschen Börse an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und unter anderem im MDAX®-Aktienindex gelistet.

Demag Cranes. We Can Handle It.


 

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