Demag Cranes steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009

Düsseldorf,   10. Februar 2009

  • Behauptete Auftragslage: Konzernauftragseingang sinkt moderat um 4,6 Prozent
  • Konzernumsatz wächst um 4,1 Prozent
  • Operatives Konzern-EBIT steigt um 1,9 Prozent
  • Konzern bis 2011 durchfinanziert
  • Ausblick: Weiterhin unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen erwartet

Die Demag Cranes AG konnte trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 steigern. Mit einem Wachstum von 4,1 Prozent stieg der Konzernumsatz auf 303,0 Mio. EUR. Das operative EBIT (vormals „bereinigtes EBIT“) lag mit 30,5 Mio. EUR 1,9 Prozent über dem Vorjahresquartal.

Wirtschaftliches Umfeld von großer Unsicherheit geprägt
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch im vierten Kalenderquartal des Jahres 2008 (erstes Quartal Geschäftsjahr 2008/2009 des Unternehmens) massiv das globale wirtschaftliche Umfeld geprägt. Das im Rahmen des ifo World Economic Survey erhobene Weltwirtschaftsklima sank im vierten Quartal 2008 auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Der Rückgang des Indikators resultiert aus der abermals ungünstigeren Einschätzung der wirtschaftlichen Lage; aber auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fielen negativ aus. Die Abkühlung des Weltwirtschaftsklimas betraf dieses Mal nicht nur die großen Wirtschaftsregionen Nordamerika, Westeuropa und Asien, sondern auch Mittel- und Osteuropa, Russland und Lateinamerika. Erstmals seit Beginn der Währungsunion ist die Wirtschaft im Euroraum in eine Rezession gefallen. Nahezu alle Unternehmen, darunter auch ein Großteil unserer Kunden, spürten immer deutlicher den Abschwung der Weltkonjunktur. Insbesondere der deutsche Export ist vom weltweiten Nachfragerückgang betroffen.

Geschäftssegmente unterschiedlich von globalem Abschwung betroffen
Im Segment Industriekrane standen in der Berichtsperiode einem Nachfragerückgang in den etablierten Märkten Wachstumspotenziale in den Emerging Markets gegenüber. Dennoch ist hier eine Prognose aufgrund der stärkeren Abhängigkeit von Konjunkturzyklen weiterhin schwierig. Wir sehen das Segment jedoch gut positioniert. Das Segment Hafentechnologie ist vom weltweiten Warenumschlag und dem Wachstum in der Containerabwicklung abhängig. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise machten sich im vierten Kalenderquartal 2008 in diesem Segment am stärksten bemerkbar: Rückläufige Frachtraten auf den Hauptcontainerrouten aufgrund zurückgehender Nachfrage sowie die Verschiebung von Großprojekten und Investitionsentscheidungen bestimmen das Marktumfeld. Neben dem Hafenmobilkrangeschäft sind aktuell insbesondere Automatisierungsprojekte betroffen, deren ursprünglicher Umsetzungszeitplan in Frage steht. Dies wird unser Geschäft im Segment Hafentechnologie im laufenden Geschäftsjahr negativ beeinflussen. Mittel- und langfristig gehen Experten jedoch weiterhin davon aus, dass der globale Transport von Gütern zunehmen und somit auch Bedarf nach entsprechender Umschlagstechnik bestehen bleiben wird. Das Segment Services war im abgelaufenen Quartal kaum zyklischen Schwankungen unterworfen. In diesem Geschäftsbereich sieht sich die Gesellschaft einem Konjunkturrückgang gegenüber weiterhin robust aufgestellt. Das Segment sollte durch eine etwas zurückgehende Auslastung nicht wesentlich in Mitleidenschaft gezogen werden, weil die Anlagen im Interesse der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit nach wie vor gewartet werden müssen.

Behauptete Auftragslage: Konzernauftragseingang sinkt moderat um 4,6 Prozent
Die Auftragslage im Konzern stellte sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 behauptet dar. Der Auftragseingang ging moderat um 4,6 Prozent auf 281,3 Mio. EUR zurück. Der Auftragsbestand legte auf Konzernebene im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 verglichen mit dem Vorjahr um 13,5 Prozent auf 488,1 Mio. EUR zu. In der Segmentbetrachtung profitierte der Bereich Industriekrane von einer anhaltenden Produktnachfrage. Der Auftragseingang erhöhte sich rein organisch um 2,9 Prozent auf 150,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand des Segments Industriekrane legte zum Abschlussstichtag (31. Dezember 2008) um 32,0 Prozent auf 336,2 Mio. EUR zu. Im Segment Hafentechnologie führte das schlechte gesamtwirtschaftliche Umfeld dazu, dass Hafen- und Terminalbetreiber zunächst Investitionen zeitlich streckten und einige Großprojekte verschoben wurden. Hieraus resultierten ein um rund 26 Mio. EUR niedrigerer Auftragseingang und ein um circa 30 Mio. EUR niedriger Auftragsbestand. Im Segment Services war die Produktnachfrage anhaltend hoch. Der Auftragseingang legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,4 Prozent zu. Der Auftragsbestand lag mit 54,3 Mio. EUR 14,0 Prozent über dem Wert des Vorjahresstichtags.

Konzernumsatz wächst um 4,1 Prozent
Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen stieg der Konzernumsatz in der Berichtsperiode um 4,1 Prozent auf 303,0 Mio. EUR. Getragen wurde dieses Wachstum von den Segmenten Industriekrane und Services. Das Segment Industriekrane realisierte im ersten Quartal 2008/2009 eine Umsatzsteigerung von 8,2 Prozent auf 153,5 Mio. EUR. Wachstumstreiber waren dabei hauptsächlich die Produktlinien Prozess- und Standardkrane. Der Umsatz im Segment Hafentechnologie ging aufgrund der Investitionszurückhaltung der Kunden und dem niedrigeren Auftragseingang um 4,1 Prozent auf 64,3 Mio. EUR zurück. Dies entspricht einem Rückgang von einem bis zwei Kranen im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im Segment Services stieg, verglichen mit dem Vorjahresquartal, um 3,6 Prozent auf 85,3 Mio. EUR. Das Segment profitierte dabei von einem stärkeren Service-Außendienst sowie einem guten Ersatzteilgeschäft.

Operatives Konzern-EBIT steigt um 1,9 Prozent
Die Ertragslage des Demag Cranes Konzerns entwickelte sich im ersten Quartal 2008/2009 weiter positiv. Der Demag Cranes Konzern erwirtschaftete ein operatives EBIT (vormals „bereinigtes EBIT“) von 30,5 Mio. EUR, was einer Steigerung von 1,9 Prozent entspricht. In der Segmentbetrachtung erhöhte sich das operative EBIT im Geschäftsbereich Industriekrane um 38,7 Prozent auf 13,2 Mio. EUR. Ursächlich für diese erfreuliche Entwicklung waren die erhöhten Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Der Ergebniszuwachs ist ebenfalls ein maßgeblicher Erfolg von Optimierungsmaßnahmen bei Prozessen, wie z.B. der optimierten Auslastungen der weltweiten Kapazitäten. Im Segment Hafentechnologie sank das operative EBIT im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgründe für diesen Ergebnisrückgang um 1,3 Mio. EUR von 2,9 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR sind einerseits ein niedrigerer Umsatz und andererseits erste Produktionsreduzierungen, die zu einer geringeren Auslastung in der Fabrik führten. Zur Kostenreduktion in diesem Segment wurden zum Ende des ersten Quartals bereits rund 150 Leiharbeitnehmer nicht weiterbeschäftigt. Diese ersten Konsequenzen haben sich aufgrund des schwierigeren Marktumfelds bisher nur für dieses Segment ergeben. Im Segment Services blieb das operative EBIT mit 18,4 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahreswert nahezu konstant.

Konzern ist bis 2011 voll durchfinanziert
Der Konzern ist aufgrund der revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 325,0 Mio. EUR, die eine Laufzeit bis Juni 2011 hat, voll durchfinanziert. Aus der Kreditlinie wurden per 31. Dezember 2008 insgesamt 168,4 Mio. EUR in Anspruch genommen – davon 105,0 Mio. EUR Barkredit und 63,4 Mio. EUR Nebenkreditlinie für Garantien. Derzeit hält die Gesellschaft zusätzlich liquide Mittel in Höhe von 80,6 Mio. EUR. Damit ergeben sich Nettofinanzverbindlichkeiten im Konzern in Höhe von 29,1 Mio. EUR.

Ausblick: Weiterhin unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen erwartet
Für das Geschäftsjahr 2008/2009 gibt der Vorstand unter den unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den damit zusammenhängenden extrem großen Unwägbarkeiten noch keine Jahresprognose ab. Demag Cranes Chef Harald J. Joos erläutert: „Der Vorstand möchte zunächst den Verlauf des zweiten Geschäftsquartals abwarten, um dann zu entscheiden, ob das Umfeld für die Abgabe einer konkreten Jahresendprognose geeignet ist. Zu diesem Zeitpunkt ist aus unserer Sicht keine belastbare Prognose möglich.“

Über die Demag Cranes AG:
Die Demag Cranes AG ist einer der weltweit führenden Anbieter von Industriekranen und Krankomponenten, Hafenkranen und Technologien zur Hafenautomatisierung. Services, insbesondere Instandhaltung und Modernisierung, sind ein weiteres Kernelement des Leistungsspektrums. Der Konzern ist in die Geschäftsbereiche (Segmente) Industriekrane, Hafentechnologie und Services gegliedert und verfügt mit Demag und Gottwald über starke und etablierte Marken. Demag Cranes sieht seine Kernkompetenz in der Entwicklung und Konstruktion technisch anspruchsvoller Krane und Hebezeuge sowie von automatisierten Transport- und Logistiksystemen in Häfen, der Erbringung von Serviceleistungen für diese Produkte und der Fertigung hochwertiger Komponenten.

Als globaler Anbieter produziert Demag Cranes in 16 Ländern auf fünf Kontinenten und betreibt über Tochtergesellschaften, Vertretungen und ein Joint Venture ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz mit Präsenz in mehr als 60 Ländern. Im Geschäftsjahr 2007/2008 erwirtschafteten 6.093 Mitarbeiter einen Umsatz von 1.225,8 Mio. EUR. Die Demag Cranes Aktie (WKN: DCAG01) ist seit Ende Juni 2006 im Prime Standard der Deutschen Börse an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und unter anderem im MDAX®-Aktienindex gelistet.

Demag Cranes. We Can Handle It.


 

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Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
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